Liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Eltern,

die Ferien neigen sich dem Ende zu: deswegen will ich gern meiner Informationspflicht nachkommen.

Auf dieser Seite finden sich verschiedene aktuelle, das kommende Schuljahr betreffende Erlasse. Ich biete hier in aller Kürze eine vereinfachte Zusammenfassung der wichtigsten Punkte. Trotzdem ist es natürlich hilfreich, die Erlasse zu lesen. Ausführliche Hinweise wird es zu Schulbeginn durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer geben. Viele Bereiche, die von den Erlassen direkt tangiert werden, lassen sich jetzt noch gar nicht abschließend kommentieren und auf die Verhältnisse vor Ort „umbrechen“, da wir nicht wissen, wie „die Zahlen“ zu Beginn des neuen Schuljahres sein werden. Für den Beginn des Schuljahres

wurden an die Schülerinnen und Schüler bereits Selbsttests verteilt. Erster Testtag wird der Donnerstag (2.9.2021) sein. Die Handhabung bei den Selbsttests ist wieder genau wie jetzt: Zu Hause wird morgens getestet, die Unterschrift der Eltern bestätigt den negativen Test, in der ersten Stunde erfolgt die Kontrolle durch den Fachlehrer. Ich denke, dass es zunächst bei einer Testpflicht und einem Betretungsverbot für Ungetestete bleiben wird. Auch die Maskenregelung bleibt zunächst so, wie sie derzeit praktiziert wird.

Die Regelungen der Erlasse beinhalten folgende Schwerpunkte:

  • Strategie zur Sicherstellung zentraler Basiskompetenzen
  • Regelungen zu schriftlichen Arbeiten
  • weitere Hinweise zur Organisation
  • Feststellung der Lernausgangslage

Zum ersten Punkt haben vor allem die Fächer ihre Curricula auf Landesebene angepasst. Daraus folgt eine Anpassung auch auf Schulseite. Hierzu werden im neuen Schuljahr auf den Fachkonferenzen Erklärungen folgen. So wird auch sichergestellt, dass die Eltern und Schülerinnen und Schüler mit eingebunden sind.

Den zweiten Punkt erläutere ich wie folgt: Vor dem 27. September dürfen im neuen Schuljahr keine Klassenarbeiten und Klausuren geschrieben werden. Im gesamten Schuljahr 2021/22 dürfen regulär nur zwei Klassenarbeiten pro Woche geschrieben werden (gilt von JG. 5 bis JG. 10). Ich darf als Schulleiter in begründeten Fällen Ausnahmen zulassen. Klassenarbeiten / Klausuren werden in Präsenz geschrieben. Vulnerable Schülerinnen und Schüler (mit Attest) können zeitlich versetzt, außerhalb der regulären Unterrichtszeiten oder in einem separaten Raum schreiben. In den Unterrichtsfächern wird die jeweils im Erlass angegebene Mindestanzahl als verbindliche Anzahl der zu schreibenden Klassenarbeiten (JG. 5 bis JG. 10) festgelegt.

Deutsch Klasse 5-9: 4 Klassenarbeiten

Deutsch Klasse 10: 3 Klassenarbeiten (1. Halbjahr: 2, 2. Halbjahr: 1)

Englisch Klasse 5-8: 4 Klassenarbeiten

Englisch Klasse 9-10: 3 Klassenarbeiten (1. Halbjahr: 2, 2. Halbjahr: 1)

2. FS Klasse 6-9: 4 Klassenarbeiten

2. FS Klasse 10: 3 Klassenarbeiten (1. Halbjahr: 2, 2. Halbjahr: 1)

Mathematik Klasse 5-8 und Klasse 10: 4 Klassenarbeiten

Mathematik Klasse 9: 3 Klassenarbeiten (1. Halbjahr: 2, 2. Halbjahr: 1)

Alle anderen Fächer (zweistündig): 2 Klassenarbeiten

Die Gewichtung der schriftlichen Arbeiten (JG. 5 bis JG. 10) soll einen Anteil von 30 % der Gesamtnote nicht unterschreiten. Die Festlegung der Gewichtung ist Aufgabe der Fachkonferenz.

Was die Organisation der Schuljahrgänge 5-10 (dritter Unterpunkt) anbelangt, werden einige Punkte erst zur Dienstbesprechung zu Beginn des neuen Schuljahres festgelegt sein, da viele Umgebungsvariablen einfach noch völlig unklar sind. Klarheit dagegen besteht bei folgenden Bestimmungen: Zum Schulstart wird es eine verbindliche Einstiegsphase geben. Hier soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eingeräumt werden, anzukommen und sich willkommen zu fühlen. Wichtig ist, dass hier nicht Leistungs-, sondern Diagnosesituationen im Vordergrund zu stehen haben. Eine Auflistung verschiedener Möglichkeiten (Projekte, Wiederholungseinheiten, Gesprächssituationen, Übungseinheiten…) ist dem Erlass beigefügt. Die verschiedenen Möglichkeiten besprechen die Klassen- und Fachlehrer individuell mit ihren Klassen und kommunizieren diese ggf.

Den vierten Punkt betreffend soll eine Soll-Ist-Analyse des Lern- und Entwicklungsstandes der Schülerinnen und Schüler hauptsächlich in den Fächern Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen stattfinden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Dokumentation der während der Pandemie bearbeiteten Kompetenzen. Wir werden dazu unsere vorhandenen Diagnosebögen erweitern und für die dann folgenden Lernentwicklungsgespräche (Schüler-Eltern-Lehrer-Gespräche) nutzen können. Diese Gespräche (Elternsprechtag) werden im kommenden Schuljahr früher stattfinden und ggf. mehr Zeit einnehmen müssen. Die am Roswitha-Gymnasium ohnehin eingerichteten Fördermaßnahmen werden ausgebaut: Von Montag bis Donnerstag findet in der 8. Stunde eine auf die Aufgabenbereiche (A, B, C) abgestimmte Förderstunde statt. Hier betreut eine versierte Lehrkraft Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Bedarfen. Wichtig ist hier eine enge Kommunikation zwischen Fachlehrkraft, Schülerin oder Schüler, Eltern und der betreuenden Förderlehrkraft, sodass eine höchstmögliche Verbindlichkeit hergestellt wird. Auch im Ganztagsbereich gibt es eine Vielzahl verschiedener Angebote, die im Erlass geforderte Teilbereiche (wie die Förderung selbstwirksamen Handelns, Bewegungsangebote, gesundheitsfördernde Angebote…) abdecken. Diese Angebote werden zu Beginn des Schuljahres kommuniziert und koordiniert.

Ich wünsche uns allen einen guten Start in ein Schuljahr, das weniger von Einschränkungen, vielmehr von Möglichkeiten geprägt sein möge!

Beste Grüße

Kilian Müller

(Schulleiter)