Bad Gandersheim. Das Roswitha-Gymnasium schaut auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1894 wurde das heutige Gebäude 1 errichtet. Mit einem Blick auf die Baugeschichte begrüßte Schulleiter Kilian Müller am ersten Schultag nach den Ferien die 92 Schülerinnen und Schüler der neuen 5. Klassen im Forum des  Gymnasiums.

Er erklärte, dass viele Menschen bei der Grundsteinlegung noch nicht ahnen konnten, wie das spätere Gebäude aussehen sollte. Davon ausgehend stellte er einen Vergleich zur Zukunft der Kinder, die gespannt vor ihm saßen, her: Auch bei ihnen kann man heute noch nicht sagen, wie ihre Schulzeit verlaufen wird, aber genau wie die Schule bei ihrer Errichtung ist auch bei ihnen bereits ein Fundament zu finden, auf das sie nun aufbauen können - vielleicht bis hin zum Abitur. Müller betonte dabei, dass nicht nur das wichtig ist, was auf dem Stundenplan steht, sondern gerade auch das, was sich dort nicht finden lässt: die Fähigkeit, Freunde zu finden, Streit zu lösen, auch dann durchzuhalten, wenn es mal schwer wird, die eigenen Stärken zu erkennen und gemeinsam Spaß zu haben.

Im Anschluss an die Rede des Schulleiters wurden die neuen Mitglieder der Schulgemeinschaft von den Schülervertretern begrüßt, die sich bei diesem Anlass an ihren eigenen ersten Tag am Gymnasium erinnerten. Sie versicherten den Kindern, die zumeist an deutlich kleinere Grundschulen gewöhnt sind, dass erst einmal alles neu sein wird, dass sie sich aber schnell einleben werden, wobei ihnen Mitschüler und Lehrer gerne helfen werden. Dazu passte der anschließende Auftritt der Paten, speziell geschulter Neuntklässler, die sich im ersten Jahr um die Neuankömmlinge kümmern.

Danach stieg die Spannung, denn wie in jedem Jahr erfuhren die neuen Fünftklässler erst jetzt, in welche Klasse sie fortab gehen werden. Die Kinder folgten den drei Klassenlehrern, Anja Weinrich, Sönke Pförtner und Kristin Wunnenberg, in die Klassenräume, wo sie die ersten beiden Schultage zum Kennenlernen nutzten.

Eine knappe Woche später erhielten auch die Eltern die Gelegenheit, die neuen Lehrer und Klassenkameraden ihrer Kinder sowie deren Eltern in Augenschein zu nehmen, denn am vergangenen Mittwoch fand der alljährliche Kennenlernabend statt. Wie üblich startete dieser mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Stiftskirche. Passend zum Motto „Gut beschirmt“ wurde zahlreiche bunte Regenschirme aufgespannt und auch der Segen, der den neuen Gymnasiasten zugesprochen wurde, erfolgte unter einem Schirm. Danach wurde es im Forum der Schule dann laut und fröhlich. Die angenehme Atmosphäre lud zum Plaudern ein, sodass der Kennenlernabend seinem Namen alle Ehre machte.